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So leben deine Zimmerpflanzen und Haustiere erfolgreich zusammen

Wie leben Zimmerpflanzen und Haustiere erfolgreich zusammen

Ein Haus voller Pflanzen ist gemütlich. Wenn dann noch eine neugierige Katze oder ein schwanzwedelnder Hund dazukommt, ist ein Haus voller Geselligkeit komplett! Vielleicht ist dein Haustier aber auch so begeistert von Pflanzen, dass es anfängt, in der dazugehörigen Erde zu graben, an den Zweigen zu knabbern, Blätter abzurupfen, Stämme kaputt zu kratzen und somit deine Pflanzen eingehen zu lassen! In diesem Blog gebe ich dir Tipps, wie dein Haustier erfolgreich mit deinen Pflanzen zusammenleben kann.

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11 Minuten Lesezeit
Mama BotanicaMama Botanica

Ich bin Iris von Mama Botanica und ich schreibe regelmäßig Blogs für die Inspirationsseiten von Intratuin. Dabei geht es zumeist um die Pflege von Zimmerpflanzen. Ich lebe mit über 140 wunderbar wachsenden Pflanzen in meinem eigenen urbanen Dschungel und teile meine Begeisterung für Pflanzen auf Instagram, YouTube und natürlich hier. Ich schreibe auch Bücher über Pflanzen, die bisher allerdings nur auf niederländisch erschienen sind.

Schau dir hier alle Blogs über Zimmerpflanzen an, die ich für Intratuin geschrieben habe.

Manche Haustiere interessieren sich nicht für die Zimmerpflanzen in ihrer Umgebung. Doch andere graben in der Blumenerde, knabbern an Blättern oder stoßen ganze Blumentöpfe um. Das führt nicht nur zu Unordnung und beschädigten Pflanzen, sondern kann auch eine Gefahr für dein Haustier darstellen. Es gibt auch Zimmerpflanzen, die giftig sind, wenn sie gefressen werden. Daran denkt man nicht sofort, denn in der Regel knabbern erwachsene Tiere nicht an einer Pflanze und stellen somit kein Problem dar. Aber sobald ein Haustier bei dir einzieht, ist es gut, sich dessen bewusst zu sein.

Leider weiß dein Haustier nicht intuitiv, welche Pflanze gefressen werden kann und welche nicht. Deshalb ist es wichtig, dass du als Fan von sowohl Pflanzen als auch Haustieren dafür sorgst, dass dein Haustier nicht an giftige Pflanzen herankommt oder dass du diese Pflanze nicht in der direkten Lebensumgebung deines Haustieres hast. Es ist von Tierart zu Tierart unterschiedlich, ob dein Haustier viel an deinen Pflanzen knabbert oder nicht. Ein Kaninchen beißt vielleicht in jedes Grün, das ihm begegnet, während ein Hund eine Pflanze eher ignoriert. Viele Zimmerpflanzen schmecken bitter, deshalb wird dein Haustier sie schon nach einem kleinen Biss ignorieren, aber davon kannst du nicht in jedem Fall ausgehen. Wenn du ein Haustier hast, das sich nicht für deine deine Pflanzen interessiert, hast du Glück! Wenn du eine neue Pflanze in dein Zuhause mitbringst, solltest du darauf achten, ob dein Haustier sie anknabbert, aber ansonsten brauchst du dir kaum Gedanken darüber machen, welche Pflanzen du anschaffst.

Wenn du hundertprozentig sicher sein willst, dass dein Haustier keine schädlichen Pflanzenteile verschluckt, ist es wichtig, alle Pflanzen in deinem Haus daraufhin zu überprüfen, ob sie giftig sind oder nicht. Du kannst giftige Pflanzen durch "sichere" Sorten ersetzen. Am Ende dieses Blogs findest du eine Liste mit den häufigsten giftigen und ungiftigen Zimmerpflanzen, von der du dich inspirieren lassen kannst.

EfeututeEfeutute

Welche Auswirkungen haben giftige Pflanzen?

Wenn dein Haustier von einer giftigen Pflanze gefressen hat, bedeutet das nicht gleich, dass es daran sterben wird. Aber es gibt durchaus Fälle, in denen das passiert ist. In der Regel bekommt dein Haustier Darmprobleme und erbricht vielleicht. Zwinge dein Tier nicht zum Erbrechen, aber kontaktiere immer den Tierarzt, wenn dein Tier von einer Pflanze gefressen hat und du dir Sorgen machst. Achte darauf, dass du die Namen der Pflanzen kennst, die du zu Hause hast. So kannst du schnell und angemessen reagieren. Anzeichen für eine Vergiftung deines Tieres können sein: Erbrechen, Durchfall, Depressionen, Appetitlosigkeit, Schwellungen in Mund und Rachen, Hautreizungen und Leberversagen.

Wie sorgst du dafür, dass dein Haustier deine Pflanzen meidet? 

Hund im HundekorbHund im Hundekorb

Vielleicht hast du Glück mit deinem Haustier, dem deine Pflanzen egal sind, sodass sie gut zusammenleben können. Was aber, wenn du ein knabberndes, beißendes und pflanzenvernichtendes Tier im Haus hast? Dann sieht die Sache schon anders aus. Du möchtest natürlich, dass alle deine Mitbewohner - ob grün oder mit Fell - friedlich und gesund bei dir zusammenleben. Du kannst deine Haustieren von klein auf trainieren, sich von Pflanzen fernzuhalten. Es gibt kein Patentrezept, um dein Haustier vom Graben oder Nagen abzuhalten. Probiere die folgenden Tipps aus, um herauszufinden, was für dich und dein Haustier am besten funktioniert.

Außerhalb der Reichweite

Die einfachste Lösung ist, deine Pflanzen außerhalb der Reichweite deines Haustiers zu platzieren. Pflanzenständer oder (Beistell)Tische eignen sich, um deine Pflanzen höher zu stellen. Regale an der Wand oder Haken an der Decke, an denen du deine Pflanzen aufhängen kannst, sind auch eine gute Idee, solange deine Pflanze nicht zu lang wird und so dein Tier zum Herunterreißen verleitet. Um deine Pflanzen vor kleinen Vögeln wie Wellensittichen zu schützen, kannst du sie vorübergehend mit Tüchern bedecken, wenn dein gefiederter Freund frei herumfliegt. Zudem ist ein separates Pflanzenzimmer, in das deine Haustiere nicht gelangen können, die perfekte Lösung, wenn du doch spezielle Pflanzen züchten möchtest, an denen nicht geknabbert werden darf.

Gib deinem Haustier seine eigene Pflanze

Eine Pflanze, an der dein Haustier nach Herzenslust nagen und fressen kann, sorgt oft dafür, dass es das Interesse an deinen anderen Pflanzen verliert. Für eine Katze eignen sich Katzengras, eine Grünlilie oder die Papyruspflanze. Diese fröhlichen Pflanzenhalme sind für deine Katze ungefährlich und sorgen oft dafür, dass sie das Interesse an anderen Pflanzen verliert. Es hilft auch, wenn sich dein Haustier draußen auspowern kann oder zum Beispiel einen Knochen zum Kauen hat, anstatt deiner Zimmerpflanze. Ein gelangweilter Hund wird zum Beispiel eher mit deinen Pflanzen spielen, und eine Katze verliert oft das Interesse an Zimmerpflanzen, wenn sie draußen Abenteuer erleben kann. Generell ist es wahrscheinlicher, dass junge Kätzchen und Katzen, die nicht nach draußen gehen können, deine Pflanzen entdecken als erwachsene Katzen. Schließlich sind Katzen keine Pflanzenfresser und werden eine Pflanze eher kaputt machen und als Kratzbaum benutzen, als sie zu fressen.

Gerüche, die dein Haustier nicht mag

Verscheuche deine Katze oder deinen Hund mit Düften, die sie nicht mögen, von deinen Pflanzen. Zum Beispiel mit Zitrusduft, für den du etwas Zitrusöl mit Wasser in einem Pflanzensprühgerät mischst. Sprühe es auf die Blumenerde und auf die Blätter deiner Pflanze. Du musst dies regelmäßig wiederholen, aber irgendwann wird dein Haustier das Interesse an deiner Pflanze verlieren. Cayennepfeffer kann die gleiche Wirkung haben. Streue ihn auf die Blumenerde und beobachte, ob er dein Haustier dazu bringt, die Pflanze zu ignorieren.

Schütze deine Pflanzen

Pflanzen in einem geschlossenen Terrarium sorgen dafür, dass dein Haustier die Blätter nicht erreichen kann. So sind sowohl dein Haustier als auch deine Pflanzen sicher! Achte nur darauf, dass das Terrarium nicht einfach vom Tisch gestoßen werden kann. Auch ein kleines Gewächshaus kann helfen, deine kleinen Pflanzen zu schützen. Hast du einen eifrigen Buddler? Lege Alufolie über die Blumenerde oder decke sie mit Maschendraht ab. So bleibt die Erde außer Reichweite und du musst nicht jeden Tag zum Staubsauger greifen. Eine Ansammlung von mittelgroßen Steinen kann die Blumenerde ebenfalls gut abdecken und verhindert, dass deine Katze die Blumenerde als alternatives Katzenklo benutzt.

Kleine Katzen im WandspielplatzKleine Katzen im Wandspielplatz

Gängige giftige Zimmerpflanzen 

Auf dem Etikett von Zimmerpflanzen steht nicht immer, ob eine Pflanze giftig ist oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass du selbst recherchierst, ob eine Pflanze sicher ist. Natürlich helfen dir auch unsere Mitarbeiter gern, aber überprüfe die Pflanzen, die du kaufst, auch selbst.

Für den Anfang findest du hier zwei Listen mit ungefährlichen und giftigen Pflanzen. Bitte beachte, dass diese Liste nicht vollständig ist, sondern nur einige verbreitete giftige Pflanzen enthält.*


Giftige Zimmerpflanzen für Haustiere*

Pfeilblatt (Alocasia)

Dieffenbachie (Dieffenbachia)

Einblatt (Spatiphyllum)

Efeutute (Epipremnum)

Ficus (Alle Sorten)

Lilie (Alle Sorten)

Diverse Fensterblatt - Sorten (Monstera)

Diverse Philodendron - Sorten

Glücksfeder (Zamioculcas)

Bogenhanf (Sansevieria)

Diverse Weihnachtsstern - Sorten (Euphorbia)

Caladium

Giftige Zimmerpflanzen für HaustiereGiftige Zimmerpflanzen für Haustiere

Ungiftige Zimmerpflanzen

Diese Pflanzen kannst du bedenkenlos mit deiner Katze oder deinem Hund zusammenleben lassen. Es ist nicht schlimm, wenn sie angeknabbert werden, sie sieht dann halt nur weniger schön aus. Bitte beachte, dass diese Liste nicht vollständig ist, sondern nur einige gängige unbedenkliche Pflanzen zeigt.*


Ungiftige Zimmerpflanzen für Haustiere*

Bambus (Bambuseae)

Elefantenfuß (Beaucarnea)

Bromelie

Korbmarante (Calathea)

Grünlilie (Chlorophytum)

Zypergras Cyperus alternifolius

Katzengras (Hordeum)

Bananenpflanze (Musa)

Ufopflanze (Pilea peperomioides)

Fetthenne (Sedum burrito)

Orchideen

Verschiedene Palmen - Sorten

Schau dir weitere ungiftige Zimmerpflanzen auf unserer Website an.


*Disclaimer

Hinweis: Diese Listen sind nicht vollständig und geben nur einen Überblick über gängige giftige und ungiftige (Zimmer-)Pflanzen für Menschen und / oder Haustiere. Wenn eine Pflanze, Blume oder Frucht nicht auf der Liste steht, heißt das nicht, dass sie nicht giftig sein kann. Aus den Listen können daher keine Rechte abgeleitet werden. Im Zweifelsfall solltest du immer einen Experten zu Rate ziehen.

Mama Botanica

Zimmerpflanzenexpertin

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