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Was mögen deine Zimmerpflanzen im Herbst und Winter?

Was mögen deine Zimmerpflanzen im Herbst und Winter?

Deine Pflanzen sind den ganzen Sommer über in einem unglaublichen Tempo gewachsen. Hoffentlich hast du gut beobachten können, wie sich kleine schöne Blätter bilden, neue Zweige wachsen und vielleicht hast du deine Pflanzen sogar umgetopft. Jetzt im Herbst wirst du wahrscheinlich einige Veränderungen im Verhalten deiner Pflanzen feststellen. Denn genau wie die Pflanzen draußen, haben die Jahreszeiten auch Einfluss auf die Pflanzen im Haus. Was genau du erwarten kannst, werde ich dir in diesem Blog verraten.

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5 Minuten Lesezeit
Mama BotanicaMama Botanica

Ich bin Iris von Mama Botanica und ich schreibe regelmäßig Blogs für die Inspirationsseiten von Intratuin und dabei geht es zumeist um die Pflege von Zimmerpflanzen. Ich lebe mit über 140 prächtig wachsenden Pflanzen in meinem eigenen urbanen Dschungel und teile meine Begeisterung für Pflanzen auf Instagram, YouTube und natürlich hier. Ich schreibe auch Bücher über Pflanzen, die bisher allerdings nur auf niederländisch erschienen sind. Heute geht es in meinem Blog um die Bedürfnisse deiner Zimmerpflanzen in den dunkeren Jahreszeiten Herbst und Winter.

Winterschlaf

Der größte Unterschied zwischen dem Winter und den anderen Jahreszeiten ist, dass es viel weniger Tageslicht gibt. Die Tage sind kürzer und das vorhandene Licht ist weniger hell. Das hat nicht nur Einfluss auf uns Menschen sondern auch auf deine grünen Mitbewohner. Deine Pflanzen, für die Licht natürlich überlebenswichtig ist, bekommen nun viel weniger Energie. Viele Pflanzen gehen in den Winterschlaf; sie wachsen weniger schnell oder zeitweise gar nicht. Wenn du also plötzlich keine neuen Blätter mehr an deinen geliebten Pflanzen siehst, ist das kein Grund zur Panik. Mit den folgenden Tipps kannst du deinen Pflanzen helfen, alles etwas ruhiger anzugehen.

Gieße deine Pflanzen weniger

Eine Pflanze nutzt Licht und Wasser, um durch den Prozess der Photosynthese zu wachsen. Wenn weniger Licht vorhanden ist, verlangsamt sich die Photosynthese, und die Pflanze braucht auch weniger Wasser. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Pflanzen im Herbst und Winter weniger gießt. Prüfe sorgfältig, ob der Boden trocken genug ist, bevor du deine Pflanzen gießt. Stecke den Finger in die Erde, um sicherzustellen, dass die Erde weiter unten im Topf bereits trocken ist. Wenn du das Gießen nicht an die Jahreszeit anpasst, kann es passieren, dass du deine Pflanzen zu viel gießt und sie so langsam ertränkst.

Im Herbst und Winter brauchst du Kakteen gar nicht zu gießen. Das gilt für alle Kakteen außer die besonders kleinen, die noch nicht so viele Feuchtigkeitsreserven entwickelt haben. Kakteen sind von Natur aus daran gewöhnt, lange Zeit trocken zu stehen. Es ist möglich, dass dein Kaktus in dieser Zeit ein wenig schrumpft, dann verbraucht er die Feuchtigkeit, die er in seinem dicken Stamm gespeichert hat. Siehst du, dass dein Kaktus immer weiter schrumpft? Dann gib ihm vorsichtig einen zusätzlichen Schluck Wasser. Wenn der Frühling kommt und die Tage wieder länger werden, kannst du das Gießen langsam wieder aufbauen. Dein Kaktus wird dann aus seinem Winterschlaf erwachen und es besteht die Chance, dass er sogar blüht.

Kakteen und SukkulentenKakteen und Sukkulenten

Heizung

Wie schön ist es doch, im Winter die Heizung aufzudrehen und drinnen zu bleiben. Deine Pflanzen finden das allerdings weniger angenehm. Den ganzen Tag über strömt warme Luft an den Blättern der Pflanzen vorbei, die über der Heizung auf dem Fensterbrett steht. Das kann dazu führen, dass die Blätter austrocknen. Deshalb ist es besser, Pflanzen mit großen, dünnen Blättern nicht über oder neben die Heizung zu stellen. Robuste Pflanzen wie Kakteen, Sukkulenten und Yucca - Palmen können diese zusätzliche Hitze zwar vertragen, aber du solltest darauf achten, dass sie nicht direkt auf der Heizung stehen oder dass die Blätter die Heizung berühren.

Besprühen eines GummibaumsBesprühen eines Gummibaums

Sorge für ausreichend Luftfeuchtigkeit

Heizungswärme sorgt dafür, dass die Luft in den Räumen sehr trocken wird. Tropische Pflanzen, die an eine sehr feuchte Umgebung gewöhnt sind, können damit oft schlecht umgehen. Auch wenn sie nicht direkt über der Heizung stehen, kann ihnen zu trockene Luft schaden. Die Blätter bekommen dann braune Punkte und Ränder. Da diese nicht wieder grün werden, sieht deine Pflanze damit weniger schön aus.

Zum Glück kannst du etwas gegen die trockene Luft tun! Eines der ältesten Mittel, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sind Behälter mit Wasser an oder auf der Heizung. Du kannst Vintage-Luftbefeuchter benutzen, die du an die Heizung hängen kannst oder einfach mit Wasser gefüllte Schalen auf die Heizung stellen. Das Wasser solltest du regelmäßig wechseln, damit sich keine Bakterien darin sammeln. Wenn du viele tropische Pflanzen hast, kannst du auch einen Luftbefeuchter kaufen, um die Luftfeuchtigkeit gleichmäßig und langfristig zu erhöhen.

Es hilft auch, alle Pflanzen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen, zu gruppieren. Die Feuchtigkeit, die aus den Blättern verdunstet, bleibt dann zwischen den Blättern hängen und sorgt so für ein angenehmes Klima für deine Pflanzen.

Du kannst dir auch einen Pflanzensprüher schnappen und die Blätter deiner tropischen Mitbewohner mit Wasser besprühen. Auf dem Blatt, um die Pflanze, im ganzen Haus: Viel Sprühen sorgt dafür, dass wieder mehr Feuchtigkeit in die Luft gelangt. Du kannst deine Pflanzen ruhig dreimal am Tag besprühen. Es gibt einige Pflanzen, die es nicht mögen, wenn ihre Blätter feucht werden. Dazu zählen Begonien und Pflanzen, die feine Haare auf den Blättern haben. Das Wasser, das in den Härchen hängen bleibt, kann unschöne Flecken verursachen. Kakteen und Sukkulenten brauchen ebenfalls nicht besprüht werden, da sie an trockene Luft gewöhnt sind.

Nicht düngen oder umtopfen

Düngen ist wichtig für das Wachstum deiner Pflanzen. Doch im Winter wachsen sie nicht oder kaum. Wenn du sie dann düngst, kann es sein, dass zu viele Mineralien in die Erde gelangen und die Wurzeln dadurch beschädigt werden. Im Herbst und Winter solltest du deine Pflanzen also nicht düngen. Damit kannst du wieder anfangen, wenn deine Pflanze im Frühjahr wieder beginnt zu wachsen.

Auch mit dem Umtopfen deiner Pflanzen solltest du lieber bis zum Frühjahr warten. Das Umtopfen kann für deine Pflanzen jetzt sehr stressig sein, da es sich beim Umtopfen oft nicht vermeiden lässt, dass ein paar Wurzeln beschädigt werden. Das ist in der Wachstumsperiode kein Problem, dann wachsen sie einfach wieder weiter. Aber im Winter ist es für deine Pflanzen schwieriger. Wenn du deine Pflanzen im Frühjahr umtopfst, werden sie passend zur Wachstumsphase mit neuen Nährstoffen versorgt und bekommt zusätzlichen Platz zum Wachsen. Der perfekte Boost für den Frühlingsanfang.

Achte auf das Licht

Wird der Pflanzenstandort mit indirektem Licht im Winter zu einem totalen Schattenplatz? Dann könnte es sein, dass deine Pflanze nun zu wenig Licht bekommt. Wenn du nur hier und da ein einzelnes gelbes Blatt siehst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Entferne diese unschönen Blätter einfach. Aber was ist, wenn viele Blätter von deiner Pflanze abfallen? Dann kann es die richtige Entscheidung sein, einen Platz mit etwas mehr Licht für deine Pflanze zu finden. Stelle sie aber nicht in die pralle Sonne, sondern ein paar Meter näher ans Fenster heran.

ZimmerpflanzeZimmerpflanze

Weniger Arbeit, mehr genießen

Im Winter brauchst du deinen Pflanzen nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Sie kommen mit weniger Wasser und weniger Dünger aus. Bisweilen bevorzugen sie eine höhere Luftfeuchtigkeit und etwas mehr Licht. Sorge dafür, dass die Pflanzen mit den schönen großen Blättern weiter von der Heizung entfernt stehen, damit du den ganzen Winter über Freude an deinen Pflanzen hast.

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Mama Botanica

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