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Verwandle deinen Garten in einen Schmetterlingsgarten

Dein eigener Schmetterlingsgarten

Schmetterlinge haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Ihr flatternder Flug hat etwas verspieltes, taumelndes und liebenswertes an sich. Es ist toll, wenn sich einer in deiner Náhe niederlässt oder gar auf deinen Arm setzt und du seine leuchtenden filigranen Flügel aus der Nähe bewundern kannst. Würdest du gerne mehr Schmetterlinge in deinem Garten sehen? Schau dir dann hier unsere Tipps für einen Schmetterlingsgarten an!

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2 Minuten Lesezeit

Nektar, Nahrung für Schmetterlinge

Du möchtest, dass mehr Schmetterlinge in deinem Garten unterwegs sind? Dann sind als erstes die richtigen Pflanzen wichtig! Schmetterlinge leben von Nektar, der süßen Substanz, die in Blumen vorkommt. Es ist also wichtig, dass so lange wie möglich Blumen in deinem Garten blühen, am liebsten vom Frühling bis in den Herbst hinein. Wähle also Pflanzen, die von März bis Oktober Nektar liefern, am besten verschiedene Sorten. So nimmst du Rücksicht auf Frühlings- und Herbstschmetterlinge! Schau dir weiter unten in diesem Blog unsere Top 10 Schmetterlingspflanzen an.

 

Einheimische Blumen

Sorge für ein buntes Angebot an einheimischen Blumen in deinem Garten. Einheimische Blumen sind Arten, die natürlich und ursprünglich in Deutschland vorkommen und demnach gut zu anderen Tieren und Pflanzen in der Umgebung passen. Sie sind gut an das lokale Klima angepasst und wachsen daher super im Garten. Beispiele sind der wilde Majoran und die Acker-Witwenblume.
Achte bei der Auswahl der Blumen darauf, dass der Nektar für Schmetterlinge gut erreichbar ist. Sie mögen offene, einfache Blüten und werden von üppigen, gefüllten Exemplaren eher abgeschreckt. Kaufe am besten Bio-Samen und -Pflanzen, die nicht mit für Insekten schädlichen Pestiziden behandelt wurden. Gütesiegel wie EU-Bio, EKO und Demeter garantieren, dass sie frei von Giftstoffen sind.

Wirtspflanzen, Nahrung für Raupen

In einem schmetterlingsfreundlichen Garten sollten vor allem Futterpflanzen für Raupen, auch "Wirtspflanzen" genannt, vorhanden sein. Raupen sind echt wählerisch, sie mögen oft nur ein paar Pflanzenarten. Klee, Kohlsorten und große Brennnesseln sind ein paar Beispiele.

Manche Wirtspflanzen sind auch für Schmetterlinge selbst interessant, weil sie Nektar liefern. Denke beispielsweise an Hagebutten, Efeu und den Gewöhnlichen Wasserdost. Große Brennnesseln sind Wirtspflanzen für ganze fünf Schmetterlingsarten, darunter der Admiral und der Tagpfauenauge. Es lohnt sich also, diese oft "unerwünschten" Pflanzen nicht aus deinem Garten zu verbannen.

Wärme für die Schmetterlinge

Schmetterlinge brauchen die Wärme der Sonne zum Fliegen und suchen deshalb die sonnigsten Plätze im Garten. Pflanze Schmetterlingspflanzen in die Sonne und sorgt für geschützte, sonnige Plätze, an denen sie sich in Ruhe aufwärmen können.

Ein abwechslungsreicher Garten mit Pflanzen unterschiedlicher Höhe hilft Schmetterlingen, sich besser zu orientieren, und bietet eine Kombination aus Nahrung und Schutz. Bring also Abwechslung in die Höhe der Bepflanzung, damit dein Garten ein attraktiver Lebensraum für Schmetterlinge wird.

Schutz für Schmetterlinge

Jede Schmetterlingsart überwintert auf ihre eigene Art, aber alle brauchen Schutz. In einem kahlen, sauber geharkten Garten sind sie weder vor Regen noch vor Kälte geschützt. Lass verblühte Pflanzen stehen und räum nicht zu sehr auf. So finden auch andere Insekten einen guten Unterschlupf.

Laubhaufen, Äste und Steine bieten Schmetterlingen und anderen Insekten einen sicheren Ort zum Verstecken und Überwintern. Auch ein Komposthaufen ist bei vielen Insektenarten beliebt. Lass im Herbst die Blätter und Samenstände stehen, damit die Schmetterlinge und andere nützliche Gartenbewohner sicher überwintern können.

Für Schmetterlinge gibt es spezielle Schmetterungskästen zu kaufen, die ihnen einen geschützten Unterschlupf bieten. Sorgt auch für eine Wasserstelle in Form eines natürlichen Teiches oder einer flachen Schale mit ein paar Steinen darin, damit Schmetterlinge sicher trinken können.


Biete Schmetterlingen Unterschlupf


Top 10 Schmetterlingspflanzen

Hilf Schmetterlingen, indem du viel mehr von ihnen in deine Nachbarschaft lässt: in deinen Garten oder in die Nähe deines Hauses. Das kannst du mit Pflanzen tun, von denen die Schmetterlinge Nektar trinken können, und mit Wirtspflanzen, auf denen sie ihre Eier ablegen können. Aus diesen Eiern wachsen Raupen heran, die sich verpuppen und dann wieder zu Schmetterlingen werden. Wir haben zehn Schmetterlingspflanzen für dich aufgelistet:

  1. Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii)
  2. Eisenkraut (Verbena bonariensis)
  3. Oregano (Origanum vulgare)
  4. Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  5. Nachtviole (Hesperis matronalis)
  6. Prächtige Fetthenne (Sedum spectabile)
  7. Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii)
  8. Purpur-Wasserdost (Eupatorium purpureum)
  9. Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  10. Indianernessel (Monarda fistulosa)

Schön für dich und für den Schmetterling: Geißblatt (Lonicera)Leimkraut (Silene) und Flammenblume (Phlox) sind herrlich duftende am Abend blühende Pflanzen, die viele Nachtfalter und Motten anlocken.

Pflanzen, die Schmetterlinge anlocken

Schaffe einen "Pflanzenbogen" für Schmetterlinge

Schmetterlinge brauchen vom Frühling bis in den Spätherbst hinein genug Blumen in ihrem Lebensraum. Pflanze oder säe also Blumen, die in verschiedenen Monaten blühen, so schaffst du einen "Pflanzenbogen" für Schmetterlinge. Beispiele für Frühblüher sind Winterling (Eranthis hyemalis) und das gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Im Sommer eignen sich unter anderem Margeriten (Chrystanthemum), Moschus-Malve (Malva moschata) und die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia). Große Fetthenne (Hylotelephium telephium) und Besenheide (Calluna vulgaris) blühen von Juni bis Oktober und bieten Schmetterlingen eine wichtige Nektarquelle. Efeu (Hedera) blüht bis in den Herbst hinein und hilft Schmetterlingen so, ihren Energiebedarf im Spätsommer zu decken.

Vermeidet Pflanzenschutzmittel

Benutze in deinem Garten keine Sprühdosen, Granulate, Lockdosen, Flohbänder oder Fliegenfänger, die für Insekten schädliche Stoffe enthalten. Dadurch sterben viele Schmetterlinge und andere nützliche Tiere. Außerdem sammelt sich das Gift in der Nahrungskette an. Pflaznenschutzmittel mit Neonicotinoiden sind besonders gefährlich. Gärtnere am besten ganz ohne Gift und wähle biologische Alternativen, um Schädlinge zu bekämpfen.

Gib Raupen Platz

Mäh deinen Rasen (oder zumindest einen Teil davon) seltener, damit zwischen den Grashalmen Blumen blühen können. Ein Rasen mit höherem Gras und Blumen bietet Nahrung und Schutz für Raupen und Schmetterlinge. Auch Straßenränder und Parks können durch phasenweises Mähen und das Stehenlassen von Blumen schmetterlingsfreundlich wirken. Einige Gemeinden verteilen Tütchen mit Wildblumensamen zum Aussäen in Privatgärten. Frag doch mal nach den Möglichkeiten!

Mit den richtigen Pflanzen, Nist- und Versteckplätzen und giftfreiem Gärtnern machst du deinen Garten zu einem wahren Schmetterlingsparadies. So kannst du bald all die flatternden Schönheiten in vollen Zügen genießen.

Hast du einen grünen Daumen? Dann leg los mit unseren praktischen Tipps. Säe einheimische Blumensamen, pflanze Futterpflanzen wie die Große Brennnessel und lass im Herbst ein paar Blätter und Stängel stehen. Mit diesen kleinen Änderungen machst du deinen Garten schon viel schmetterlingsfreundlicher.

Quelle: 'Milieu Centraal' (Umwelt im Fokus) - Nachhaltige Informationsplattform in den Niederlanden

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